Beobachtung

Der Fühler des Klarstein-Kochers misst das Wasser außerhalb des inneren Metallkorbs. Die Temperatur im Malz reagiert träger und kann räumlich uneinheitlich sein. Damit regelt der Kocher auf einen Wert, der nicht zuverlässig für die Enzymarbeit in der Maische steht.

Das Muster taucht im Braujournal mehrfach auf: angebranntes Malz bei Sud 3, vermutlich zu hohe Kombirast bei Sud 4 und 6 sowie unerwartet hoher Restextrakt bei Sud 8.

Derzeitige Arbeitshypothese

  • Während des Aufheizens entstehen die größten Abweichungen.
  • Häufiges, gründliches Rühren und ein separates Thermometer in der Maische sind aussagekräftiger als die Kesselanzeige allein.
  • Eine Kombirast ist mit dem Setup robuster als mehrere kurze Rasten.
  • Feines Schrot unterhalb des Korbs erhöht das Risiko des Anbrennens.

Versuch für den nächsten Sud

  1. Temperatur an drei Stellen in der Maische und außen erfassen.
  2. Messzeit, Kesselanzeige und Handmessung protokollieren.
  3. Nach jedem Heizintervall gründlich rühren und vor der Messung kurz ausgleichen lassen.
  4. Zieltemperatur und Toleranz bereits in Nächster Sud festlegen.

Offen

Reicht ein verbesserter Mess- und Rührprozess oder ist für reproduzierbare Stufenrasten ein Umbau der Anlage nötig?