Zusammenfassung
Terrell und Johnson argumentieren, dass Münchner Bierhallen zwischen 1919 und 1923 keine neutralen Bühnen waren. Die frühe NSDAP formte dort Identität und Taktik, verband Partei und paramilitärische Organisation und erprobte antisemitischen Ausschluss, Massenmobilisierung und Gewalt. Die Autoren stützen sich unter anderem auf Polizeiberichte, Augenzeugenberichte und NS-Publikationen.
Citation
Terrell, Robert Shea/Johnson, William Henry: „Contesting the Munich Beer Halls. Violence and Spatial Practices in the Early Nazi Movement, 1919–1923“, in: Central European History 59/1 (2026), S. 24–44, DOI: 10.1017/S0008938925101301.
Link
Einordnung
Die bislang präziseste der genannten Studien zur Bierhalle als Labor politischer Gewalt. Sie schützt vor einer Verkürzung auf den Hitlerputsch von 1923. Der besondere Münchner Raum und die frühe NSDAP dürfen jedoch nicht ohne lokale Prüfung auf andere Städte übertragen werden.